Montag, 7. März 2016

Spanien oder Spanien?

Soll ich nach Barcelona oder lieber nach Teneriffa?

Das ist die Frage, die ich mir zurzeit immer wieder stelle. 
Bei Einsatzstellen in beiden Orten bin ich in die engere Auswahl gelangt und weiß nun nicht, für welche ich mich entscheiden soll?

Am Besten stelle ich sie euch beide vor.

In beiden Einsatzstellen würde ich mit behinderten Menschen zusammen arbeiten und sie in ihrem Alltag unterstüzen, was ich mir für mein FSJ wünsche. Auch befinden sich beide in meinem Wunschland Spanien. Da aber in beide Stellen meine Wunschkriterien erfüllt sind, stehe ich nun vor einer sehr schwierigen Wahl.


La Arche Comunitat Els Avets in Moiá, Barcelona

La Comunitat Els Avets befindet sich in Moiá, was eine kleine Stadt in der Comunidad Cataluña und ca.160km von Barcelona entfernt ist.
Bei dieser Einsatzstelle handelt es sich um eine Arche, deren Konzept beinhaltet, dass der Freiwillige mit den Behinderten zusammen wohnt - Zimmer an Zimmer.
Ich finde die Idee von Archen sehr spannend, weil man so einen engeren Kontakt zu den Behinderten aufbaut. Außerdem denke ich, dass dadurch das Spanischlernen begünstigt wird, weil man nicht alleine wohnt sondern mit Spaniern zusammen.
Andererseits stelle ich es mir schwierig vor, wenn man die gesamte Zeit mit den Behinderten unter einem Dach ist, weil man nicht wirklich zwischen Freizeit und Arbeitszeit trennen kann bzw. man auch in seiner Freizeit als Ansprechperson angesehen wird.
Des Weiteren würde ich neben castellano auch catalán lernen (Castellano ist die offizielle Sprache von Spanien und Catalán die cooffizielle Sprache von Cataluña). Ich würde also in meinem Auslandsjahr gleich zwei Sprachen lernen und dafür sogar Sprachkurse gestellt bekommen.
Meine Arbeit dort würde sich allerdings auf die Pflege der Behinderten, die Mahlzeiten und Arbeiten im Haushalt beschränken.
Zusammen mit einem zweiten Freiwilligen würde ich eine Wohnung gestellt bekommen, sowie ein monatliches Taschengeld und Verpflegung.

La Asociación San Juan in Adele, Teneriffa

Die Asociación San Juan bietet behinderten Menschen ein Wohnheim, Sozial Therapie und für behinderte Kinder einen Kindergarten. Der Freiwillige kann sich mit aussuchen, in welchem Bereich er eingesetzt werden möchte.
Gelegen ist die Einsatzstelle im Süden Teneriffas in Adele (ca.20 Minuten mit dem Bus bis zum Meer). Ich würde mein Auslandsjahr also im subtropischen Klima verbringen können, was sehr toll wäre.
La Asociación San Juan arbeitet nach der Waldorfpädagogik. Auf dem Grundstück befinden sich somit auch Tiere wie Schafe und Esel, und es wird in der Therapie beispielsweise gefilzt. Tiere haben wir hier Zuhause auch viele und mit Filzen bin ich sozusagen aufgewachsen.
Neben eines Sprachkurses würde ich auch einen Kurs zu Therapiemethoden gestellt bekommen, was mir auch theoretische Einblicke in dieses Arbeitsfeld -in welchem ich später arbeiten möchte- verschafft.
Von dieser Einsatzstelle würden insgesamt 6 Freiwillige zusammen eine Wohnung gestellt bekommen, sowie Taschengeld und Verpflegung.

Neue Entwicklungen


Ich glaube, Teneriffa ist mir mittlerweile sogar noch ein kleines bisschen lieber als Moiá. Es ist einfach noch etwas anderes, auf eine so weit entfernte Insel zu können, auf welcher dazu noch ganzjährig Sommer ist. 
Meine Eltern waren im Urlaub auf einer der Nachbarinseln Teneriffas, als ich die Einladung von der Asociación San Juan zu einem Skypegespräch erhielt.
Ich war sehr nervös und saß bereits überpünktlich an meinem Computer. Zuvor hatte ich mir einen Zettel mit Fragen zur Einsatzstelle zusammen gestellt, und mir wichtige spanische Vokabeln an den Rand geschrieben. 
Um kurz nach 16 Uhr sendete ich eine Anfrage bezüglich des Skypegesprächs. Uns beiden war entfallen, dass zwischen Spanien und Deutschland eine Stunde Zeitunterschied liegt; also war die verabredete Uhrzeit nicht eindeutig.
Dieser Umstand machte mich noch nervöser.



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